Rückblick: Careletter mit den Lesebürger*innen

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am Donnerstag, 25. März 2021 in Allgemein |

 

» Die Post ist die Trösterin des Lebens,

denn sie verwandelt Abwesende in Gegenwärtige. «
— Voltaire

Mit dem ersten Lockdown 2020 begannen meine KollegInnen sich den digitalen Alternativen für Präsenzveranstaltungen zuzuwenden. Auch ich probierte verschiedenes aus, spürte jedoch – so richtig ist das nicht meins. Ich brauchte eine andere Alternative.
Schon kurze Zeit nach dem Lockdown hing beim Altenheim hier im Ort ein selbstgemaltes Plakat, das in großen bunten Buchstaben um Briefe für die BewohnerInnen bat. Das Wort „Careletter“ hatte ich da noch nicht für mich entdeckt, aber im Grunde war es ein Stapel Careletter, also Fürsorgebriefe, die ich am nächsten Tag zum improvisierten Briefkasten am Absperrgitter des Altenheims brachte.
Über eine liebe Kollegin stieß ich zu den Lesebürger*innen des Center for literature. Für 2020 war ein Literaturfestival zum Thema Care geplant. Da aufgrund der Kontaktbeschränkungen nicht alles so wie ursprünglich geplant stattfinden konnte wurden Alternativen erdacht. Es gab Care Pakete für Einrichtungen und schließlich auch Careletter.
So kam es, dass ich im Sommer 2020 zusammen mit acht KollegInnen in der Burg Hülshoff saß und wir gemeinsam überlegten, was so ein Careletter eigentlich braucht. Dann haben wir Gedichte und Geschichte gesucht, Briefumschläge gestaltet und schließlich u.a. für die Menschen des Vereins LichtBlick Seniorenhilfe e.V. in Münster Careletter in Form von Adventsbriefen auf den Weg gebracht.